SV Waltershofen AH – SG Ihringen/Wasenweiler AH 1:3

Mit der SG Ihringen/Wasenweiler stand unserer AH der bislang stärkste Gegner in der Punkterunde gegenüber. Die Kaiserstühler liefen dabei mit 4 Spielern auf, die 2 Tage zuvor noch in der Ersten der SG in der Bezirksliga mitgespielt haben. Aber trotzdem waren es die Blau-Weißen Waltershofener, die früh in Führung gingen. Ein vermutlich als Flanke gedachter Schuss von Stefan Harbrecht senkte sich ins Tor und damit führte der SVW schon früh mit 1:0. Danach aber übernahmen die Gäste deutlich das Kommando auf dem Platz und drückten den SVW phasenweise stark in die eigene Abwehr hinein. Waltershofen konnte dem Dauerdruck aber bis zur Pause Stand halten und konnte sich bei Torhüter Thomas „Pommes“ Schnell bedanken, der auch aufgrund von 2 Glanzparaden seinen Kasten bis zum Seitenwechsel sauber halten konnte.
Die zweite Hälfte begann aber wenig verheißungsvoll für die Gastgeber. Schon nach 3 Minuten entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß für die Gäste. Aus Waltershofener Sicht ein Geschenk für Ihringen/Wasenweiler. Die Chance zum Ausgleich ließ man sich aber nicht nehmen und konnte also zum 1:1 ausgleichen. Und Ihringen blieb weiter dran. Ein Fehlpass des SVW nutzten sie eiskalt aus und nur weitere 3 Minuten nach dem ersten Tor schlug Ihringen/Wasenweiler zum zweiten Mal zu. Innerhalb weniger Minuten nach dem Seitenwechsel war die Partie also bereits zugunsten der Gäste vom Kaiserstuhl gedreht. Und Waltershofen schaffte es auch weiterhin nicht, extrem gefährliche Akzente zu setzen. Das Spiel, das eigentlich recht fair war, drohte dem Schiedsrichter dann ein bißchen zu entgleiten. Bereits beim Elfmeter für Ihringen/Wasenweiler fragte sich mancher auf dem Platz, was und warum der Schiedsrichter eigentlich gepfiffen hatte. Zum Teil noch größere Fragezeichen waren dann gegen Mitte der zweiten Hälfte bei einigen Spielern auf der Stirn förmlich zu erkennen. Was war geschehen? Ein Foul knapp außerhalb des Ihringer Strafraums erkannte der Schiri zurecht als regelwidrig an. Da erschall der Ruf „Elfmeter“ über den Platz. Ganz klar war das Foul außerhalb des Sechzehners, aber der Rufer, der im Nachhinein nicht genau ausgemacht werden konnte, dachte sich wahrscheinlich: „Probieren kann man es ja mal“. Dann aber hielt der Schiedsrichter plötzlich seine gekreuzten Unterarme vors Gesicht. Nicht jedem auf und neben dem Platz war bekannt, dass dies zum vor rund 1 ½ Jahren eingeführten „Stop-Konzept“ gehört. Droht eine Partie zu eskalieren, kann der Schiedsrichter die eben beschriebene Stop-Geste anwenden und somit signalisieren, dass ich beide Teams in ihren jeweils eigenen Strafraum zurückziehen müssen. Der Schiedsrichter und die beiden Kapitäne besprechen dann im Mittelkreis die Situation. Aber offensichtlich kannte nicht jeder diese noch relativ neue Regel und so musste sie dem einen oder anderen erst noch erklärt werden. Die Drei im Mittelkreis versammelten Akteure eskalierten sodann die Lage, die aber bis dahin überhaupt nicht zu eskalieren drohte. Weder war das Spiel überhart oder unfair, noch gingen die Kommentare der Zuschauer über das bei AH-Spielen übliche Maß hinaus. Wie auch immer, nach dieser zusätzlichen kleinen Verschnaufpause konnte das Spiel mit Freistoß für den SVW fortgesetzt werden, der aber weit am Tor vorbei ging. Und so mühten sich die Waltershofener weiter, allerdings ohne jeglichen Erfolg. Stattdessen konnte Ihringen/Wasenweiler mit dem 1:3 noch einen weiteren Treffer nachlegen und somit die Partie frühzeitig entscheiden.

Mit 3 Punkten aus 3 Spielen hat der SVW nur noch theoretische Chancen sich für die KO-Phase der Bezirksmeisterschaft zu qualifizieren. Dafür hat man noch ein Spiel. Und zwar am 13. Mai bei der SG Merdingen/Rimsingen.

Torschütze: St.Harbrecht

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