
Nach dem Achtelfinal-Aus im Vorjahr, war für unsere Ü35 in dieser Saison im Viertelfinale des Bezirkspokals Schluss. Am Ende unterlag man der diszipliniert auftretenden AH des VfR Merzhausen zwar klar mit 0:3, wurde dabei aber deutlich unter Wert geschlagen. Noch schwerer als das Aus im Pokal-Wettbewerb wogen aber die Verletzungen von 3 SVW-Akteuren, die mit zum Teil schweren Verletzungen das Spiel vorzeitig beenden mussten.
Schon die ersten Minuten des Spiels brachte die erste Hiobsbotschaft: Fabian „Joosy“ Joos signalisierte schon in der zweiten Minute der Partie, dass es ihn erwischt hatte. Ohne jegliche Gegner-Einwirkung ging er mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden. Die erste Diagnose deutete auf eine schwere Wadenverletzung hin. Somit musste die ohnehin nicht besonders üppig besetzte Waltershofener Auswechselbank den ersten Ersatzmann schon früh aufs Feld schicken. Das Spiel selbst litt ein bißchen unter dem starken Wind, der zum Teil dafür sorgte, dass Abstöße und Freistöße kaum ausgeführt werden konnten, weil der Ball immer gleich davon rollte. Nach einem ersten Lattenschuss für die Gastgeber hatte auch Waltershofen eine gute Chance durch Stefano Lai, der erstmalig für die Waltershofener Oldies auflief. Der gut aufgelegte Torwart der Gastgeber konnte aber reflexartig zur Ecke klären. Als der Schiedsrichter wegen einer Kleinigkeit auf Freistoß für Merzhausen, weit in deren eigener Hälfte entschied, nutzten die Hexentäler dies zur Führung. Der Freistoß wurde praktisch wie ein Befreiungsschlag ausgeführt und segelte mit der enormen Windunterstützung bis an den Rand des Waltershofener Sechzehners. SVW-Torwart Thomas „Pommes“ Schnell zögerte kurz mit dem Herauslaufen und kam dann nicht mehr schnell genug in die Nähe des Balles. Der Merzhausener Mittelstürmer erkannte dies und schloss flach ins lange Eck zur Führung ab. In der Folgezeit mühte sich Waltershofen weiterhin um einen kontrollierten Aufbau und hatte auch deutlich mehr Spielanteile, konnte dies aber nicht in gefährliche Torraumszenen umsetzen. Die Gastgeber hingegen verlegten sich auf eine sehr defensive Einstellung und standen sehr tief. Dies taten sie aber sehr diszipliniert und ließen den Waltershofenern ab ca. 25 Metern vorm Tor kaum noch Raum zur kreativen Entfaltung. Die Halbzeitführung war ein bißchen schmeichelhaft, da Waltershofen deutlich mehr für das Spiel tat.
Es war noch nicht lange in der zweiten Hälfte gespielt, als mit Fabian Kost ein weiterer Waltershofener das Spiel verletzt verlassen musste. Ein weiterer Nackenschlag, denn damit fehlte dem SVW eine Anspielstation im zentralen Mittelfeld. Waltershofen hatte im zweiten Durchgang den Wind im Rücken und kam dadurch wesentlich häufiger vor das gegnerische Tor. Doch wieder war meistens kurz vor dem Strafraum Schluss, so dass die Chancen des SVW vorwiegend aus Schüssen aus der Halbdistanz resultierten. Hier war es immer wieder Stefano Lai, der sich mit Abschlüssen versuchte, dabei aber glücklos blieb. Als Waltershofen in der Schlussphase immer mehr in die Offensive investierte, kam es zur nächsten schweren Verletzung. Florian Grässlin verletzte sich so schwer am Knie, dass er unter starken Schmerzen den Platz verlassen und das Spiel beenden musste. Es lief bereits die Nachspielzeit und Waltershofen so langsam die Zeit davon. Ein schlimmer Abspielfehler kurz vor dem eigenen Strafraum schenkte den Gastgebern praktisch das 2:0. Nun war die Messe gelesen und Merzhausen nutzte einen Konter gegen die komplett aufgerückte SVW-Abwehr sogar noch zum 3:0. Jetzt hatte Waltershofen endgültig nichts mehr entgegenzusetzen und man ließ das Spiel auslaufen. Gegen einen routiniert auftretenden Gegner verlor man am Ende aber verdient, weil es nicht gelang, die konzentrierte Defensive des VfR Merzhausen zu knacken. Den Verletzten wünschen wir an dieser Stelle alles Gute und dass alle baldmöglichst wieder einigermaßen hergestellt sind.















