
Der FC Emmendingen gilt derzeit als Mannschaft der Stunde in der Landesliga, sie ist seit mittlerweile 10 Spieltagen ungeschlagen und konnte bereits auf den 3 Tabellenplatz vorrücken. Die Favoritenrolle war vor dem Spiel deshalb klar vergeben, dies auch ohne der Tatsache, dass dem SVW mehr als eine komplette Mannschaft verletztungs- oder urlaubsbedingt nicht zur Verfügung stand. Wie zu erwarten, übernahmen die Gastgeber gleich das Kommando und erlangten dadurch ein klares spieleriches Übergewicht mit entsprechend hohen Anteilen an Ballbesitz. Die erste aussichtsreiche Möglichkeit eröffnete sich allerdings dem SVW bereits nach etwa 10 Minuten, als ein schnell vorgetragener Konter über die rechte Seite etwas überhastet abgeschlossen wurde. Dennoch stand es zur Mitte der ersten Halbzeit dann doch 2:0 für die Gastgeber, beide Male konnte der einheimische Torjäger nach Eckbällen von der rechten Abwehrseite relativ unbedrängt per Kopf ein Tor erzielen. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt zwar insgesamt in Ordnung, mit etwas mehr Entschlossenheit im Abwehrverhalten aber vielleicht zu verhindern gewesen. Nichts zu machen war allerdings beim dritten Gegentreffer, als erneut der Emmendinger Mittelstürmer Radovanovic mit einem Schlenzer ins lange Eck traf, nachdem er perfekt freigespielt wurde und somit einen lupenreinen Hattrick erzielte. Das 3:0 zur Halbzeit war vielleicht etwas zu hoch, denn viel mehr aussichtsreiche Torgelegenheiten hatten die Emmendinger nicht und mit etwas Glück, wäre dem SVW kurz vor Pause durch David Stählin noch der Anschlusstreffer gelungen.
Nur 3 Minuten nach Wiederbeginn bereits das 4. Gegentor, erneut durch Radovanovic. Jetzt mussten die SVW-Fans befürchten, dass die eigene Mannschaft „einbricht“ und es am Schluss eine richtige Packung geben wird. Allerdings entwickelte sich plötzlich ein anderes Spiel mit nahezu ausgeglichen Spielanteilen und vorallem einem Chancenplus für den SVW. Der Anschlusstreffer in der 60. Minute, als sich auf der rechten Angriffsseite Ricardo Fernandes Rodrigues schön durchsetzen konnten, war ein klares Signal, dass man auf SVW-Seiten sendete. Keine zwei Minuten später hätte eine Kopie des Angriffs fast sogar ein zweites SVW-Tor ermöglicht. In der verbleibenden halben Stunde boten sich noch einige gute Möglichkeiten für weitere Treffer, darunter zwei die man eigentlich in die Kategorie „hunderprozentig“ einordnen müsste. Leider konnten sie nicht genutzt werden aber dennoch bleibt trotz der Niederlage als Fazit festzuhalten, dass man sich insgesamt gut behauptet und durchaus Paroli geboten hat.
Torschütze:
R.Rodrigues
