
Eine erneute deutliche Niederlage hatte der SVW beim bisherigen Tabellen-Nachbarn in Au-Wittnau einzustecken. Doch die Niederlage war verdient, denn in allen wichtigen Punkten waren die Gastgeber den Waltershofenern überlegen. Schon nach 11 Minuten ging Au-Wittnau in Führung. Ein Freistoß von der Seitenauslinie, nach einer mehr oder weniger zweifelhaften Foul-Entscheidung, wurde innerhalb des Fünfmeterrraums per Kopf verlängert und flog durch das Gewimmel von Spielern hindurch ins Waltershofener Tor. Torhüter Niemeier hatte kaum eine Abwehrchance, denn aufgrund des großen Betriebs vor seinem Kasten, war seine Sicht auf den Ball vermutlich stark eingeschränkt. Waltershofen tat sich in der ersten Halbzeit schwer, gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Mit der Zeit hatte man sich aber besser auf den Gegner eingestellt und konnte sich in Richtung gegnerisches Tor wagen.
In der zweiten Hälfte waren es zunächst wieder die Einheimischen, die mehrere Male gefährlich vor dem SVW-Tor auftauchten. Mehrfach konnte sich Leon Niemeier mit tollen Reflexen auszeichnen und bewahrte sein Team zunächst vor einem höheren Rückstand. Dann endlich wurden die Aktionen des SVW zielstrebiger. Man versuchte sich immer wieder über die Flügel und kam dabei auch zu den gefährlichsten Aktionen. Erst konnte der Wittnauer Torhüter eine scharfe Hereingabe von Finn Schirmer abwehren. Und einmal fand eine Hereingabe von Carlo Rösler keinen Abnehmer. Die größte Chance bot sich jedoch dem Sturm-Duo Stählin/Schirmer. Eine weite Flanke wurde vom Torwart der Einheimischen unterschätzt und der Ball landete auf dem Fuß von David Stählin. Dieser hatte eigentlich nur noch einen Gegenspieler zwischen sich und dem sonst leeren Tor. Doch statt selbst abzuschließen, passte er quer auf den zentral postierten Finn Schirmer, der eigentlich nur noch einschieben musste. Doch sein Abschluss konnte auf der Linie von einem Feldspieler geblockt werden. Eigentlich unfassbar, dass diese Riesen-Chance von den sonst so treffsicheren SVW-Angreifern nicht zum Ausgleich genutzt wurde. Damit war aber die größte Druckphase des SVW schon wieder zu Ende. Die Vorentscheidung für die Gastgeber kam in der 72. Minute. Das 2:0 nach einem Pass in den Sechzehner fiel aber aus einer stark abseitsverdächtigen Position. Der Schiedsrichter wollte noch einen Waltershofener hinter dem Ball gesehen haben. Aber wahrscheinlich hat das nur er so gesehen. Der größte Widerstand des SV Waltershofen war nun gebrochen. Man mühte sich weiter, konnte aber kaum noch Nennenswertes fabrizieren. Den oft zitierten „Deckel drauf“ machten die Gastgeber mit dem 3:0 in der 84. Minute, als sich die Waltershofener Verteidigung ordentlich düpieren ließ. Nach dieser zweiten deutlichen Niederlage in Folge findet sich der SVW nun im Mittelfeld der Bezirksliga-Tabelle wieder. Der SV Au-Wittnau hingegen sprang auf Platz 3.
